FREIE PLÄTZE: in Gründung

Pädagogisches Konzept

Verena Kohl

Meine Arbeit ist geprägt von den pädagogischen Ansätzen der Pikler- Pädagogik, der Naturpädagogik und der Waldorfpädagogik.

Die Grundannahme ist, das Kind ist von Natur aus positiv, das Kind ist von sich aus gut und möchte Gutes. 

Es möchte als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen werden, sich erkannt und angenommen fühlen. Respekt vor der Eigeninitiative des Kindes und Unterstützung seiner Selbständigkeit stehen im Vordergrund.


Als Kindertagespflegeperson( KTP) möchte ich dem Kind Geborgenheit vermitteln, durch wertschätzende, gewaltfreie Kommunikation und feste, rythmische Tages- Wochen und Jahresabläufe.  

Ich nehme eine Vorbildfunktion ein- dementsprechend habe ich eine positive Haltung und ein Bewusstsein.

Die Umgebung ist so beschaffen und gesichert, dass das Kind sich frei bewegen kann. Die Einrichtung und Materialien sind reizarm und sinnesanregend nach Waldorf. Es wird auf Nachhaltigkeit (Plastikfrei) und allergene Unbedenklichkeit geachtet.

Soweit kein Unwetter vorliegt gibt es jeden Tag mindestens einen Aufenthalt im Freien, denn hier können die Kinder toben, rennen, klettern, balancieren. Dieses, sowie die Vollkorn-Vollwert Mittagsverpflegung tragen zur Förderung einer positiven Gesundheitserziehung bei.



Im Alltag soll ein Bewusstsein für den Rhythmus der Natur geschaffen werden. Die Veränderung der Natur wird erlebbar gemacht durch direkte Sinneserfahrungen- rausgehen bei Regen, Kälte, spielen im Garten, mit Naturmaterialien und Erde. Wie fühlt sich das Holz im Sommer an, wenn es trocken und warm ist, wie nach einem heftigen Regen und wie im Winter, wenn alles von einer Reifschicht überzogen ist. Wie verändert sich die Erde, von staubtrocken zu matschig und zu welcher Zeit gibt es welche Tiere zu entdecken, bei welchem Wetter kommen die Schnecken und wo verstecken sich die Käfer. Begleitet wird der Jahreszeitenlauf durch Dekoration mit Naturmaterialien und entsprechenden Liedern und Reimen. 

Das Kind bekommt im freien Spiel die Möglichkeit aus eigenem Antrieb und im eigenen Rhythmus zu agieren. Es gibt keine lenkenden oder beschleunigenden Eingriffe der KTP. Auch während der Aktivitäten des alltäglichen Lebens bspw. beim Anziehen bekommt das Kind die Zeit, die es benötigt um stärkende Erfolgserlebnisse und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Geprägt vom Waldorf Ansatz wechseln sich Phasen der Aktivität und Phasen der Ruhe ab. Es gibt immer wiederkehrende Rituale und Abläufe. Dadurch weiß das Kind, was passiert, ist sicher in seiner Umgebung, es vertieft sein Erleben und fühlt dadurch Geborgenheit. 

Unter der Berücksichtigung der Bildungsbereiche aus “Grundsätze elementarer Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung  im Land Brandenburg” : Körper, Bewegung, Gesundheit; Sprache, Kommunizieren, Schriftkultur; Musik; Darstellen, Gestalten; Mathe, Naturwissenschaft; soziales Leben  gliedert sich der Wochenrhythmus bei uns:

Montag: malen/ zeichnen

Dienstag: tanzen/ bewegen

Mittwoch: kneten/ formen/ matschen

Donnerstag: vorlesen/ Puppenspiel

Freitag: singen/ musizieren



Tagesablauf

- Begrüßen der Kinder, vorwiegend im Garten

- Freispiel im Freien  mit Obst/ Gemüse-Pause

- Aktivität/ Angebot je nach Tag

- Mittagessen

- Mittagsschlaf bzw. Mittagsruhe 

- Vesper

anschließend Freispiel im Raum oder im Außenbereich 

15Uhr Verabschieden der Kinder

-die Pflege- und Hygienesequenzen erfolgen bedürfnisorientiert zwischendurch



Die Eingewöhnung erfolgt behutsam und nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder und der Eltern. Manch einer braucht mehr Zeit, manch einer weniger.

Die Elternarbeit soll von Transparenz und Ehrlichkeit geprägt sein. Eltern und KTP sollten Erziehungs- und Bildungspartner sein und sich auf wertschätzender und respektvoller Ebene begegnen. Beide verbindet die Intention, das Beste für das Kind zu wollen. Wünschenswert ist die aktive Teilnahme der Eltern, durch die Übernahme von kleinen Diensten (Elterninitiative).

Das angewendete Beobachtungsinstrument, vom Land Brandenburg empfohlen, heißt “Grenzsteine der Entwicklung”.






Stand Februar 2021, 

copyright © Clara Neltner